Durch Dr. Hanspeter Knirsch
Mit Interesse werden die für die Finanzen Verantwortlichen in den hochverschuldeten und überschuldeten Städten die Diskussion über möglichen Hilfen für Griechenland und andere vor dem Staatsbankrott stehende europäische Staaten verfolgen. Wie bei der drohenden Insolvenz von Banken wird erneut das Argument der Systemrelevanz benutzt. Nun hat sich die Euro-Zone gestern Abend darauf geeinigt, dass Athen im Notfall Finanzhilfen vom IWF und freiwillige bilaterale Kredite von den Euro-Staaten erhalten soll. Umfang des Hilfspakets: 20 bis 23 Milliarden Euro. In Oberhausen, Wuppertal und anderswo wird man auch von Systemrelevanz ausgegehen können. Das System der billigen Kommunalkredite wäre am Ende, wenn Banken auch nur in einem einzigen Fall Sicherheitszuschläge kalkulieren müssten.