Overblog Alle Blogs Top-Blogs Lifestyle
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Werbung

Armer Obama

In meinem Eintrag vom 01. Febr. d. Jahres habe ich geschrieben, dass die Gläubiger der USA nervös werden angesichts der wachsenden Staatsverschuldung. Gestern war in einer kleinen Meldung der SZ (die Barauszahlung der Pensionsansprüche von Herrn Zumwinkel war selbst der SZ wichtiger) zu lesen, dass Obama der Führung in Peking versichert, das US-Staatspapiere sicher sind. Was soll der arme Kerl auch sonst tun. Schließlich ist China mit einem Anlagevolumen von 724 Milliarden Dollar der größe Gläubiger der USA. Und den muss man ja irgendwie bei Laune halten. Heute legt der Notenbank-Chef Bernanke nach mit der Behauptung, ab nächstes Jahr ginge es wieder aufwärts. Also doch nur eine etwas tiefere und längere Konjunkturdelle? Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache. In den USA hat die Krise bereits mit voller Wucht den Arbeitsmarkt erreicht. Das heißt, die Binnennachfrage wird weiter einbrechen und die Staatsverschuldung trotz der guten Absichten von Präsident Obama weiter steigen. Damit rückt ein Szenario in greifbare Nähe, das so aussieht: Die USA werten den Dollar ab und reduzieren damit auf einen Schlag ihre Staatsschulden. Amerikanische Exporte werden erleichtert, Importe verteuert, was der US-Wirtschaft nutzt. Die Folgen für das internationale Finanzsystem (wenn man überhaupt noch von einem solchen sprechen kann) sind unabsehbar. Wahrscheinlich ist, dass der Dollar seine Rolle als Leitwährung verliert. Ob der EURO diese Funktion übernehmen kann, ist fraglich. Alles wird davon abhängen, wieviel Stabilität die EURO-Zone politisch und ökonomisch sicherstellen kann. Die Einführung des EURO ohne Rücksicht auf den unterschiedlichen ökonomischen Entwicklungstand  der teilnehmenden Staaten sowie die politisch sinnvolle schnelle Erweiterung der EU erweisen sich jetzt als Belastung. Nichts ist umsonst.

Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post