Ich habe ja bereits mehrfach über die industrielle Landwirtschaft und ihre Folgen für das Trinkwasser geschrieben. Wasser ist ein öffentliches Gut, das nicht zur Disposition privater Kapitalverwertungsinteressen steht. So wurde immer argumentiert, wenn es um die Übernahme von kommunalen Wasserwerken durch private Betreiber ging. Bürgerprotest hat so schon die ein oder andere Privatisierung kommunaler Wasserwerke verhindert. Dabei ging es in solchen Fällen in der Regel nur um den Betrieb der Wassergewinnungsanlagen und nicht um das Wasser selbst. Um das Wasser selbst geht es aber bei dem übermäßigen Auftrag von Gülle aus industrieller Tierhaltung auf die Äcker und Wiesen. Auf Bürgerprotest wartet man bis auf vereinzelte Ausnahmen vergebens. Die Bauernlobby beugt aber schon mal vor scheut dabei nicht vor ziemlichen dreister Propaganda zurück.


Propaganda
Wirklichkeit
Solche und ähnliche Stallanlagen sind in den letzten 10 Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Die Tiere, die dort gehalten werden, sehen nie das Tageslicht oder eine Wiese, wie diese Schweine.

Solche Bilder wird man im Münsterland, der Hauptschweineproduktionsregion Deutschlands, nicht finden.